Zapchen

Julie Henderson - Autorin
Julie Henderson

Julie Henderson nennt ihr Buch zu den Basis Übungen von Zapchen Somatics „Embodying Well-Being – sich Wohlfühlen trotz allem“. Das ist schon das Programm. Es reicht von einfachen spielerischen Übungen, die z.T die Kindern abgeschaut wurden bis hin zu intensiver Kommunikation mit Körpergewebe, weil sich so Traumata oft auflösen können, die darin gespeichert sind. Sie geht davon aus, daß wir als Körper bewußt sind, und entwickelte auf dieser Basis über die letzten 30 Jahre Zapchen Somatics.

Einerseits hat sie den Hintergrund, nach ihrer Schauspielkarriere westliche Therapieansätze, besonders Milton Erickson’sche Hypnotherapie studiert zu haben. Sie promovierte in Psychologie. Zum anderen entdeckte sie die Weisheit tibetischer Lehrer, deren Körpergewebe sie als „rein“ oder „glücklich“ beschreibt, weil darin keine alten Geschichten mehr gespeichert sind, die das Verhalten triggern. Sie überlegte sich, daß sie einen Weg für Westler finden müsse, auch ihr Gewebe zu reinigen, um sich jederzeit wohl zu fühlen und unmittelbar wahrzunehmen, statt alte Haltungen und Vorstellungen zu reproduzieren. Das ist ihr auf eine faszinierend einfache Weise gelungen, so einfach, daß viele es zuerst gar nicht glauben wollen. Im Grunde steht sie mit ihren Entdeckungen vor der heutigen Bugwelle der Psychologie, die mehr und mehr entdeckt, daß wirkliche Heilung, wirkliches Wohlbefinden nur über Körperarbeit möglich zu sein scheint.
„Zapchen“ ist ein tibetisches Wort und bedeutet „extrem ungehorsam“, das Anerzogene transzendierend.

Unsere unwillkürlichen Körperreaktionen und Emotionen steuern sehr viel mehr unser Erleben und Verhalten, als uns das in der Regel bewusst ist. Forscher beginnen gerade das Ausmaß zu entdecken, das biochemische Vorgänge im Körper auf die Emotionen haben und wie selbst unbewusste Bewegungen unsere Gefühle und Gedanken steuern.

Emotionen zeigen sich u. a. äußerlich  in Mustern von Bewegung, Atem und Stimme. Diese werden von äußeren Reizen beeinflusst. Die Bewusstheitsschulung in  „Zapchen Somatics“ versetzt uns in die Lage, diese Muster wahrzunehmen und – unabhängig von den äußeren Reizen – zu verändern. Die Kombination von Atem, Stimme und Bewegung  i s t  was wir fühlen. Wann immer wir wählen, wie wir atmen, uns bewegen oder Geräusche machen und wohin wir im Körper unsere Aufmerksamkeit lenken, können und werden wir unseren emotionalen Zustand ändern. Das ist verblüffend einfach. Es entsteht direkt Freude und Wohlbefinden.

Tony Richardson

Es geht u.a. darum, den Moment des Stresses wahrzunehmen und zu beobachten, wo sich die feinen Muskeln im Körper zusammenziehen. Es gilt dann, sich genau in dieses Gewebe hinein zu entspannen und auszudehnen. Dadurch bewirken wir, dass der Körper andere Informationen ans Gehirn sendet. Wenn ich zum Beispiel einen Schreck bekomme, ziehe ich mich spontan im Brust/Magen Bereich zusammen, d.h. die Energie, das Chi, geht aus den Füßen und dem Becken raus nach oben. Wenn ich nun in dem Moment gegensteuere und runter ins Becken atme, kommt keine Angst auf. Ich kann mir der eventuellen Gefahr bewußt sein und klar und schnell handeln. In Wut kann ich die Energie statt gegen jemanden in die Füße umlenken und sie in pure Kraft für mich umwandeln.

Auch gibt es Methoden, körperliche und seelischen Traumata im Gewebe, wo sie abgespeichert sind, aufzulösen.

Zapchen Somatics wird auch von Tony Richardson, einem australischen Arzt und Psychotherapeuten gelehrt, der sich ebenfalls tief in das alte tibetische Erfahrungswissen eingearbeitet hat. Mit dem australischen Gehirnforscher Bennet befaßt er sich mit heutiger Gehirnforschung. Wiederum mit einer Körperübung können wir z.B. andere Gehirnareale als das neuronale Gehirn aktivieren, und es entsteht unmittelbar mehr Abstand von den Problemen und eine Beruhigung. Andere Übungen helfen gegen chronische Schmerzen.

Tony Richardson kommt vom 28.-30. September nach Stauf für ein Seminar, das jedem offen ist. Hier wird er auch Übungen bei chronische Schmerzen lehren.

In Deutschland gibt es ungefähr Zapchen 25 Lehrer. Sie bekommen die Lehrerlaubnis andere auszubilden erst nach 10 Jahren Praxis.

Zusammenfassung: ZAPCHEN ist keine Therapie, sondern ist eine liebevolle Unterstützung und Begleitung „sich in Richtung Wohl-Sein zu bewegen“, um zum Beispiel einem Burnout vorzubeugen oder einfach Kraft zu tanken und sich neu auszurichten. Wir bieten an einem Ort des Rückzugs individuelle Hilfe zur Selbsthilfe. Massagen und andere Anwendungen vertiefen die Entspannung, aus der heraus die Veränderung geschehen kann. Das ist deutschlandweit bisher einzigartig. Das Gelernte ist kinderleicht in den Alltag zu übertragen und kann in jeder Hinsicht grundlegend für die Zukunft sein.

 

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